NASA demonstriert Wideband‑Technologie für nahtlose Raumfahrtkommunikation
USA: NASA demonstriert Wideband‑Technologie für nahtlose Raumfahrtkommunikation
Am 23. Juli startete NASA eine Demonstration, bei der ein breites Frequenzband‑Terminal zwischen staatlichen und kommerziellen Kommunikationsnetzen im niedrigen Erdorbit nahtlos wechselte. Die Tests zeigen, dass Raumfahrzeuge künftig ähnlich wie Mobiltelefone zwischen Netzwerken „roamen“ können, wodurch die Datenübertragung zuverlässiger wird.
Technologie und Demonstrationsrahmen
Das Polylingual Experimental Terminal (PExT) nutzt Wideband‑Technologie im Ka‑Band‑Spektrum, das sowohl von NASA‑Missionen als auch von kommerziellen Anbietern verwendet wird. Das Terminal wurde von der Johns Hopkins Applied Physics Laboratory entwickelt und war an Bord der BARD‑Mission von York Space Systems installiert.
Testablauf und Ergebnisse
Während der Demonstration kommunizierte das Terminal mit dem NASA‑TDRS‑Netzwerk sowie mit kommerziellen Satelliten von SES Space & Defense und Viasat. Dabei wurden Echtzeit‑Tracking, Missionsbefehle und Hochgeschwindigkeits‑Datentransfers durchgeführt, was die Funktionsfähigkeit des Systems in einer realen Missionsumgebung bestätigte.
Vorteile der Interoperabilität
Die Möglichkeit, zwischen Netzwerken zu wechseln, erhöht die Netzwerk‑Integrität, da bei Ausfall eines Anbieters sofort ein alternatives System genutzt werden kann. Zudem können Missionen nach dem Start neue kommerzielle Fähigkeiten integrieren, ohne die Hardware zu verändern.
Stimmen aus dem NASA‑Programm
„Diese Mission hat gezeigt, was für NASA und die US‑Satelliten‑Kommunikationsindustrie möglich ist“, erklärte Kevin Coggins, Deputy Associate Administrator für das SCaN‑Programm. Greg Heckler, Capability Development Lead bei SCaN, ergänzte: „Früher funktionierten Raumfahrzeuge nur mit einem Netzwerk – jetzt ermöglichen Wideband‑Terminals den Anschluss an mehrere Netze, ein großer Fortschritt für die 2030er‑Jahre.“
Erweiterte Testphase und Zukunftsperspektiven
NASA verlängerte das Demonstrationsprojekt um zwölf Monate, um ab Anfang 2026 Direkt‑zu‑Erde‑Tests mit der Swedish Space Corporation durchzuführen. Die Tests laufen bis April 2027, und bis 2031 plant die Behörde, Relay‑Dienste für LEO‑Wissenschaftsmissionen von US‑Unternehmen zu beziehen.
Beteiligte Partner und Ausblick
Das Projekt wird vom NASA SCaN‑Programm innerhalb der Space Operations Mission Directorate geleitet. Als Partner fungieren York Space Systems, die Johns Hopkins Applied Physics Laboratory sowie die kommerziellen Betreiber SES Space & Defense und Viasat. Die Demonstration gilt als wichtiger Schritt zur Kommerzialisierung der Raumfahrtkommunikation und zur Vorbereitung von Mond‑ und Marsmissionen.
Dieser Bericht basiert auf Informationen von NASA, lizenziert unter Public Domain (U.S. Government Work).
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